Die Goldene Milch Rezeptur

Das Geheimnis der Goldenen Milch

 

 

 

Unzählige Attribute werden der sagenhaften Goldenen Milch und ihrer Heilwirkung zugeschrieben. Vom Wundermittel, dem ayurvedischen Zaubertrank ist die Rede, vom Erfolg bei Entzündungen, Immunschwäche, Leberleiden, sie soll beim Abnehmen helfen und die Stimmung aufhellen.

Zubereitung der Goldenen Milch

Zutaten:

1 EL.

Curcuma (gerne auch frisch!)

½ TL.

Gemahlenen Ingwer oder 2 cm frisch geriebenen Ingwer

2 Msp.

Frisch geriebene Muskatnuss

½ TL.

Cardamom gemahlen oder frisch gemörsert

½ TL.

Schwarzer Pfeffer gemahlen

½ TL.

Ceylon Zimt gemahlen

3 Fäden

Safran

1 TL.

Kokosöl

120 ml

Wasser – hier möglichst ein gutes stilles Wasser verwenden

Mit einem Schneebesen die Zutaten im Wasser verrühren und langsam köcheln bis eine glatte Paste entsteht. Diese kann, je nach hergestellter Menge, in ein Glas gefüllt und im Kühlschrank ca. 7 Tage gelagert werden.

 

Die Inhaltsstoffe der
Goldenen Milch

Im Einzelnen betrachtet bietet jede Zutat eine Vielzahl an Eigenschaften und Heilwirkungen, die in der Ayurveda-Medizin seit langem bekannt sind und in vielen Rezepturen eingesetzt werden.

 

Zutaten der Goldenen Milch:

Curcuma

  • Die goldene Wunderwurzel spielt sowohl in der ayurvedischen als auch chinesischen Küche und Heilkunde eine wesentliche Rolle. Curcuma, die Gelbwurzel, das curryähnliche Gewürz ist der wichtigste Bestandteil und für die goldene Farbe des Getränkes verantwortlich. Diese mit dem Ingwer verwandte Wurzel enthält das wirkungsvolle Curcumin (Kurkumin), dem eine ähnliche Wirkung wie jener von westlichen Medikamenten, wie zum Beispiel Ibuprofen®, nachgesagt wird.

    Aber auch diverse andere Beschwerden können dank der entzündungshemmenden Wirkung gelindert werden.

    Aber das Kurkumin kann noch mehr.

     

     

    Der Wirkstoff Kurkumin soll unter anderem bei Krankheiten wie Krebs und Alzheimer positive Wirkung aufweisen. Forschungen ergaben, dass Kurkuma hervorragend bei der Vorbeugung gegen schwerwiegenden Erkrankungen des Darms, der Lunge und der Leber hilft.

     

  • Curcuma regt Lebertätigkeit und Gallenfluss an und sorgt somit für ein „gutes Bauchgefühl“. Blähungen, Fettunverträglichkeit, Durchfälle und Übelkeit sind weit verbreitete Symptome, wenn die Galle nicht gleichmäßig fließt. Viele Menschen leiden aufgrund dieser Stockungen zudem an Gallensteinen, die im schlimmsten Fall zu schmerzhaften Koliken führen können.

  • Die immunmodulierenden Eigenschaften der gelben Wurzel sind vor allem im Winter von Vorteil um Erkältung, Husten und Heiserkeit in Schach zu halten.

     

    Kurze Zusammenfassung und hilfreich bei:

    • entzündungshemmend
    • Schützt vor Alzheimer
    • Hemmt die Tumorbildung
    • bei Darmerkrankungen
    • bei Atemwegserkrankungen
    • bei Lebererkrankungen
    • wirkt blutreinigend

     

Schwarzer Pfeffer

  • Sein Inhaltsstoff Piperin macht ihn zu einem wahren Kraftpaket. Das Piperin unterstützt die Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe des Curcumas, dadurch wird die Aufnahme im Organismus verbessert.

  • Auch die anderen Wirkungen können sich sehen lassen. Pfeffer regt agni, das Verdauungsfeuer an, reinigt die srotas, die Transportkanäle des Körpers und wirkt fettreduzierend.

  • Bei Erkältungskrankheiten, Husten und Stimmverlust wirkt er wohltuend und schleimlösend.

Ingwer

  • Wie Curcuma ist der Ingwer eine Knolle, die es in sich hat. Vor allem seine antibakterielle, antivirale, entzündungshemmende und blutreinigende Wirkung macht ihn zu einem beliebten Mittel bei allen Erkältungserkrankungen. Sänger und Rednerinnen schätzen den guten, reinigenden Einfluss auf die Stimmbänder.

     

    Wusstest du, das der Ingwer noch mehr kann, er kann sogar Krebs besiegen.


    Eine Studie, die in Georgia State University gemacht wurde ergab, dass Ingwer-Extrakt in der Lage war die Größe eines Prostatatumors von 56 %  zu reduzieren. Neben der positiven Wirkung auf Krebs, wurde bei Ingwer auch beobachtet, dass man damit auch Entzündungen behandeln konnte und er versorgte den Körper, mit lebensfördernden Antioxidantien.

     

  • Im Verdauungstrakt wirkt er agni anregend und karminativ, also blähungswidrig.

  • Auf Reisen, vor allem auf hoher See, schätzt man ihn bei Übelkeit und Reisekrankheit.

Cardamom

  • Neben dem feinen, aromatischen Geschmack gleicht der Cardamom mit seiner kühlenden Wirkung die Hitze der anderen Gewürze aus und rundet somit das Rezept harmonisch ab.

  • Zudem ist Cardamom ein feines Gewürz, das die Verdauungsenzyme anregt.

Zimt

  • Ähnlich wie die vorab beschriebenen Gewürze glänzt der Zimt mit Geschmack und Wirkung.

  • Neben der Anregung von agni und der damit verbundenen blähungswidrigen Wirkung wird er in vielen ayurvedischen Rezepturen gegen Grippe und Verschleimung eingesetzt.

  • Die durchblutungsfördernden, erwärmenden Eigenschaften lindern Herzschwäche und Durchblutungsstörungen bis hin zur Impotenz.

Muskat

  • Die frisch geriebene Muskatnuss wird in geringer Menge verwendet, da sie überdosiert, ähnlich wie der Safran, narkotisierend wirkt.

  • In niedriger Dosis ist sie ein wunderbares Mittel gegen Übelkeit, Durchfälle und Verdauungsstörungen.

  • Seine beruhigende Eigenschaft macht die Goldene Milch auch zu einer feinen Schlafmilch.

Safran

  • Ein wahrhaft königliches Gewürz, denn aufgrund des hohen Preises war es lange Zeit nur den Herrschern dieser Welt vorbehalten. Auch heute ist es noch kostspielig, doch ein guter Safran kann sehr sparsam verwendet werden und entfaltet bereits mit 1-2 Fäden ein wundervolles Aroma.

  • Er gilt im Ayurveda als ein sukra-rasayana, ein Aphrodisiakum.

  • In der Stärkung von Körper und Geist liegt der Nutzen des Safrans.

Kokosöl

  • Da das Curcumin kaum wasserlöslich ist, wird es gemeinsam mit einem hochwertigen Kokosöl eingenommen. Was die Bioverfügbarkeit von Kurkuma um ein vielfaches erhöht.

    Kokosöl besteht zu fast 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren, von denen rund 50 Prozent Laurinsäure ist.
    Diese kann Bakterien, Pilze und Viren abtöten, was dafür sorgt, dass du weniger Infektionen bekommst. Dem Öl wird sogar nachgesagt, selbst den hartnäckigen Helicobacter-Bakterien den Garaus machen zu können. Kokosöl lässt sich prima zur Bekämpfung des lästigen Darmpilzes „Candida“ einsetzen.
    Gerade in bestimmten Diäten nimmt Kokosöl einen festen Platz, in der Strategie der Wiederherstellung einer gesunden Darmflora, ein.
    Ausserdem ist Kokosöl Supernahrung fürs Gehirn.
    Es besteht hauptsächlich aus MCT (Medium Chain Triglyceride). Eine im Jahre 2014 in der Fachzeitschrift Neurobiology of Aging revolutionäre Studie beweist, dass diese MCT praktisch direkt die kognitiven Funktionen und Gedächtnisstörungen verbessern.


    Im Gegensatz zu vielen anderen Ölen ist die thermische Wirkung des Kokosöls kühlend. Damit wirkt es ausgleichend auf die erwärmende Kuhmilch.

  • Ebenso ausgleichend wirkt sie bei allen brennenden Symptomen des Körpers, wie Hitzewallungen, Magenbrennen, Entzündungen des Harntraktes.

 

Kuhmilch bzw. Rohmilch

Hier scheiden sich oft die Geister über das Für und Wider der Kuhmilch. Diese wurde in den letzten Jahren geradezu stigmatisier,t was ihre Verwendung angeht. Dabei gilt die Milch im Ayurveda als ein Rasayana, sie ist nährend und aufbauend und reich an den Vitaminen A, B2 und B12.

  • Wichtig ist die Qualität der verwendeten Milch. Rohmilch ist hier vorzuziehen. Sie ist weder homogenisiert, noch pasteurisiert. Achten Sie, sofern das für Sie möglich ist beim Rohmilchkauf, daß die Milch von Kühen stammt, die keine übernatürlichen riesigen Euter haben. Diese Kühe wurden meist mit Wachstumhormonen behandelt, welche durch den Verzehr der Milch in unseren Organismus gelangt.

  • Milch sollte niemals kalt aus dem Kühlschrank getrunken werden, sondern immer leicht erwärmt werden. Vorsicht, nicht über 38° C, sonst leiden die B Vitamine.

  • Die meisten Beschwerden haben ihren Ursprung in einer unausgewogenen Ernährung und Lebensweise. Hier hilft die Goldene Milch (unbehandelte Milch) zur Anregung von agni und dem gleichmäßigen Fluss der Galle.

 

Milchersatzgetränke

  • Wer keine tierische Milch trinken möchte, kann natürlich eine gute Getreide- oder Nussmilch verwenden. Sehr fein schmeckt die Gewürzmischung mit Reis-Kokos-Mandel Milch oder der reinen Cashew- bzw. Macadamiamilch. Sie können auch gerne Kokosmilch nutzen.

     

    Gute Gesundheit und viel Spaß beim Erstellen der Goldenen Milch

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2 Kommentare

  • Avatar Yasemin Altin

    HALLO, DANKE FÜR DEN TOLLEN TIPP MIT DER GOLDENEN MILCH.
    WÄRE ABER NOCH GUT ZU WISSEN, WIE SIE EINGENOMMEN WERDEN SOLLTE.
    LIEBE GRÜSSE

    • Avatar Autor: RedSand

      Hallo,
      wieviel von der Paste genommen wird, ist Geschmackssache!
      Manche machen sehr viel mehr Paste und andere weniger rein
      in die Milch. Der Eine mags stark im Geschmack und ein anderer
      mag es mild. Zudem schmeckt die gleiche Menge Paste in Dinkelmilch,
      Schafsmilch, Hafermilch, Rohmilch recht unterschiedlich.
      Probiers einfach aus und spiele ein wenig mit der Menge bis es Dir
      super lecker schmeckt.
      Viel Erfolg und liebe Grüße
      RedSand